
Die Fußballwelt ist selten so gespalten wie vor der Wahl des FIFA-Präsidenten 2027: Gianni Infantino will eine vierte Amtszeit, die UEFA will ihn stoppen. Der 56-jährige Schweizer mit italienischen Wurzeln führt den Weltverband seit 2016 – mit WM-Turnieren in Russland und Katar auf der einen, heftiger Kritik und Korruptionsvorwürfen auf der anderen Seite.
Geburtsdatum: 23. März 1970 ·
Geburtsort: Brig, Schweiz ·
Staatsbürgerschaft: Schweiz und Italien ·
Amtszeit als FIFA-Präsident: seit 26. Februar 2016 ·
Geschätztes Jahresgehalt: 2,5 Mio. CHF
Kurzüberblick
- Infantino hat seine Kandidatur für den FIFA-Kongress 2027 angekündigt (offizielle Mitteilung der FIFA).
- Er führt die FIFA seit dem 26. Februar 2016 (offizielle Mitteilung der FIFA).
- Schweizer und italienischer Staatsbürger (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- Exaktes Vermögen: nur Schätzungen (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- Ob die UEFA ihre Strafanzeige in der Schweiz tatsächlich einreicht (Bericht der Sportredaktion der ARD).
- Ob Infantino 2027 wiedergewählt wird (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
- 8. und 9. Oktober 2026: UEFA-Verbände beraten in Berlin (Bericht des Nachrichtenportals ZDFheute).
- 18. November 2026: Ende der Nominierungsfrist (Bericht des britischen Fußball-Nachrichtendiensts BBC Sport).
- 2027: Infantino strebt eine vierte Amtszeit an (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
- Die UEFA will seine Wiederwahl verhindern (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- UEFA-Präsident Čeferin hat ihm den Rücktritt nahegelegt (Bericht der Sportredaktion der ARD).
- Infantino beharrt auf seiner Kandidatur (Bericht des deutschen Sportportals ran).
Sechs Angaben, ein Muster: Infantinos Biografie steht für Kontinuität an der Verbandsspitze – während sich um ihn herum die Kritik zuspitzt.
Der Überblick zeigt: Die wesentlichen Lebensdaten sind belegt, der Ausgang des Machtkampfs bleibt offen.
| Kennzeichen | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Geburtsdatum | 23. März 1970 | AP News (internationale Nachrichtenagentur) |
| Geburtsort | Brig, Schweiz | AP News (internationale Nachrichtenagentur) |
| Staatsbürgerschaft | Schweiz / Italien | Der Spiegel (deutsches Nachrichtenmagazin) |
| Alter (2026) | 56 Jahre | ZDFheute (Nachrichtenportal des ZDF) |
| FIFA-Präsident seit | 26. Februar 2016 | FIFA (offizielle Mitteilung des Weltverbands) |
| Gehalt (jährlich) | ca. 2,5 Mio. CHF | AP News (internationale Nachrichtenagentur) |
Die Tabelle verdichtet die gesicherten Eckdaten – und macht zugleich sichtbar, wie viel über Infantino nicht offiziell ausgewiesen wird.
Hat Infantino mal Fußball gespielt?
Frühere Fußballkarriere
- Infantino spielte in der Schweiz Amateurfußball und kam über dieses Niveau nicht hinaus (Bericht des britischen Fußball-Nachrichtendiensts BBC Sport).
- Belege für eine Karriere in einer Profiliga finden sich in keiner verfügbaren Quelle.
Der oberste Funktionär des Weltfußballs stand also selbst einmal auf dem Platz – aber ohne den Durchbruch, der die großen Karrieren auszeichnet. Wegen dieser fehlenden Spielerprominenz ist Infantino bis heute mehr Verwalter denn Fußballpersönlichkeit.
Position und Spielniveau
- Position: Mittelfeld; Niveau: Amateurbereich in der Schweiz (Bericht des britischen Fußball-Nachrichtendiensts BBC Sport).
Für seine heutige Rolle spielt das kaum eine Rolle: Infantino begegnet den Stars des Fußballs nicht als Ex-Kollege, sondern als deren oberster Dienstherr.
Wie reich ist Infantino?
Vermögensquellen
- Schätzungen beziffern Infantinos Vermögen auf rund 100 Millionen US-Dollar (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- Wichtigste Einkommensquelle ist das Amt des FIFA-Präsidenten samt Boni und Aufwandsentschädigungen.
- Belege für weitere Einkünfte oder Vermögenswerte sind nicht öffentlich.
Die 100-Millionen-Zahl kursiert seit Jahren, gesichert ist sie nicht. Sie beruht auf Schätzungen, die vor allem auf Infantinos Gehalt und Bonuszahlungen abstellen.
Wer über Infantinos Vermögen spricht, spricht immer auch über die Machtfülle des FIFA-Präsidenten – und darüber, ob diese Konzentration dem Fußball guttut.
Gehalt als FIFA-Präsident
- Grundgehalt: rund 2,5 Millionen Schweizer Franken pro Jahr (Bericht der Nachrichtenagentur AP News).
- Dazu kommen Boni und Aufwandsentschädigungen, deren genaue Höhe nicht veröffentlicht ist.
Ob 2,5 Millionen Franken ein hohes Gehalt sind, hängt am Vergleichsmaßstab. Klar ist: Die Summe ist öffentlich, die Zusatzleistungen sind es nicht – genau diese Intransparenz zieht sich durch die Debatte um Infantinos Einkommen.
Vergleich mit Sepp Blatter
- Wie schon bei Sepp Blatter geht es auch unter Infantino um Gehalt, Nebeneinkünfte und die Frage, wem die FIFA eigentlich dient.
- Kritiker sehen eine Parallele: Machtkonzentration auf den Präsidenten und wachsende Distanz zu den nationalen Verbänden.
Ein direkter Gehaltsvergleich zwischen Blatter und Infantino ist kaum möglich, weil beide Ären unterschiedlich gut dokumentiert sind. Infantino hat das Amt nach Blatters Abgang übernommen – und steht nun selbst im Zentrum von Vorwürfen, die an jene aus der Blatter-Ära erinnern.
Welche Staatsbürgerschaft hat Gianni Infantino?
Schweizer und italienische Staatsbürgerschaft
- Infantino besitzt die schweizerische und die italienische Staatsbürgerschaft (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- Geboren wurde er am 23. März 1970 in Brig im Schweizer Kanton Wallis (Bericht der Nachrichtenagentur AP News).
Die doppelte Staatsbürgerschaft ist für Infantino kein biografisches Detail, sondern ein politisches Pfund: In der Schweiz gehört er dazu, in Italien ebenso – und im internationalen Fußball kann er beide Welten verbinden.
Hintergrund seiner Familie
- Seine Eltern stammen aus Italien; die Familie führte ihn früh mit beiden Kulturen zusammen.
Für Infantinos Selbstverständnis ist diese Herkunft zentral: Er ist kein Nationalheld, sondern eine Figur des internationalen Fußballs – was seinen Führungsanspruch erklärt und zugleich die Skepsis der UEFA befeuert.
Wie lange ist Infantino noch FIFA-Präsident?
Aktuelle Amtszeit
- Seine aktuelle Amtszeit läuft regulär bis zum FIFA-Kongress 2027 (offizielle Mitteilung der FIFA).
- Unter seiner Führung fanden die Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar statt (offizielle Mitteilung der FIFA).
- 2027 könnte eine vierte Amtszeit beginnen (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
Bis zum nächsten FIFA-Kongress bleibt Infantino also im Amt – sofern er nicht zurücktritt oder abgewählt wird. Genau diese beiden Szenarien sind durch die UEFA wieder in den Bereich des Möglichen gerückt.
Wiederwahl 2027
- Kandidatur: offiziell angekündigt für den FIFA-Kongress 2027 (offizielle Mitteilung der FIFA).
- Am 7. September 2026 bekräftigte die FIFA, dass sich an Infantinos Kandidatur nichts geändert habe (Bericht der Nachrichtenagentur AP News).
- Nominierungsfrist für Gegenkandidaten: 18. November 2026 (Bericht des britischen Fußball-Nachrichtendiensts BBC Sport).
Die Frist ist der zentrale Hebel im Machtkampf: Wer Infantino verhindern will, muss bis Mitte November einen Kandidaten präsentieren. Wer diese Frist verstreichen lässt, hat praktisch schon verloren.
Druck durch UEFA
Die UEFA will Infantinos Wiederwahl verhindern und drängt auf seinen Rückzug – ein offener Bruch zwischen dem Weltverband und seinem mächtigsten Kontinentalverband (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- UEFA-Präsident Aleksander Čeferin legte Infantino den Rücktritt nahe und stellte eine Gegenkandidatur in Aussicht (Bericht der Sportredaktion der ARD).
- Die UEFA, der asiatische Verband AFC und der nord- und mittelamerikanische Verband CONCACAF diskutierten laut Reuters über ein Misstrauensvotum gegen Infantino (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
- Nach Medienberichten bereitet die UEFA eine Strafanzeige in der Schweiz vor (Bericht der Sportredaktion der ARD).
- Am 8. und 9. Oktober 2026 wollen die europäischen Verbände in Berlin über das weitere Vorgehen entscheiden; als möglicher Gegenkandidat gilt dabei CONCACAF-Präsident Victor Montagliani (Bericht des Nachrichtenportals ZDFheute).
Infantino reagiert mit Härte: Er beharrt auf seiner Kandidatur (Bericht des deutschen Sportportals ran) und führt die Eskalation nach eigener Darstellung auf einen inzwischen verworfenen Plan zurück, Anteile an Turnieren des Weltverbands an private Investoren zu verkaufen – ein Vorhaben, das die UEFA als Angriff auf ihre Einflusssphäre gewertet haben soll (Bericht des deutschen Sportportals ran).
Die UEFA hat ein Zeitproblem: Bis zur Nominierungsfrist muss ein Kandidat stehen, der Infantino wirklich gefährlich werden kann – je länger sie zögert, desto größer wird sein Vorsprung.
Ob ein offener Bruch mit der UEFA Infantino schadet, hängt davon ab, ob sich weitere Verbände dem europäischen Kurs anschließen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die UEFA ihre Drohkulisse in einen handlungsfähigen Gegenkandidaten übersetzen kann.
Wie hoch ist das Gehalt des Fifa-Präsidenten?
Offizielle Gehaltsangaben
- Das Grundgehalt des FIFA-Präsidenten liegt bei rund 2,5 Millionen Schweizer Franken pro Jahr (Bericht der Nachrichtenagentur AP News).
- Hinzu kommen Boni und Aufwandsentschädigungen; deren Höhe wird nicht öffentlich ausgewiesen.
Die offizielle Zahl ist also bekannt, das Gesamtpaket nicht. Genau diese Lücke macht die Debatte um Infantinos Einkommen so angreifbar – für Kritiker ist sie ein Beleg für mangelnde Transparenz an der Verbandsspitze.
Vergleich mit anderen Spitzenfunktionären
- Ein direkter Vergleich mit anderen Fußballfunktionären ist kaum möglich, weil die Offenlegungspraxis der Verbände stark variiert.
- In der öffentlichen Debatte dient Infantinos Gehalt regelmäßig als Maßstab für Machtkonzentration beim Weltverband.
Der Vergleich mit Sepp Blatter liegt nahe, auch wenn die Zahlen aus unterschiedlichen Zeiten stammen. Beide Präsidenten standen für eine FIFA, in der die Person an der Spitze den Ton angibt – und beide sahen sich mit Vorwürfen konfrontiert, die weit über das Gehalt hinausgingen.
Zeitleisten-Signal: Der Weg zur Wahl 2027
Vier Daten, eine Richtung: Die Entscheidung über Infantinos Zukunft fällt nicht erst im Wahlkongress, sondern in den kommenden Wochen.
| Zeitraum | Ereignis | Quelle |
|---|---|---|
| 7. September 2026 | FIFA bekräftigt, dass sich an Infantinos Kandidatur nichts geändert hat | AP News (internationale Nachrichtenagentur) |
| 8./9. Oktober 2026 | UEFA-Verbände beraten in Berlin über Gegenkandidatur und Misstrauensvotum | ZDFheute (Nachrichtenportal des ZDF) |
| 18. November 2026 | Ende der Nominierungsfrist für die FIFA-Präsidentschaft | BBC Sport (britischer Fußball-Nachrichtendienst) |
| 2027 | FIFA-Kongress wählt den Präsidenten; Infantino strebt eine vierte Amtszeit an | Reuters (internationale Nachrichtenagentur) |
Das entscheidende Fenster ist die Zeit bis Mitte November. Gelingt es der UEFA nicht, bis dahin einen Gegenkandidaten zu benennen, dürfte Infantino kaum noch aufzuhalten sein.
Was feststeht und was offen ist
Gesichert
- Geburtsdatum und Geburtsort: 23. März 1970 in Brig, Schweiz (Bericht der Nachrichtenagentur AP News).
- Doppelte Staatsbürgerschaft: Schweiz und Italien (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- Kandidatur für den FIFA-Kongress 2027 angekündigt (offizielle Mitteilung der FIFA).
- UEFA will seine Wiederwahl verhindern (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
Unklar oder umstritten
- Exaktes Vermögen – es gibt nur Schätzungen (Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel).
- Ob die UEFA ihre Strafanzeige in der Schweiz tatsächlich einreicht (Bericht der Sportredaktion der ARD).
- Ob sich UEFA, AFC und CONCACAF auf einen gemeinsamen Gegenkandidaten einigen (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
- Ob Infantino 2027 wiedergewählt wird (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
- Wie groß die Unterstützung für ein Misstrauensvotum tatsächlich ist (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
Die Fakten sind weitgehend gesichert, die politische Lage ist es nicht: Noch nie stand ein FIFA-Präsident so kurz vor einer Wahl unter derart offenem Beschuss seiner eigenen Kontinentalverbände.
Stimmen im Machtkampf
„Nach der WM saß der FIFA-Boss fest im Sattel, bis ihm seine Gier zum Verhängnis wurde.“
11Freunde (deutsches Fußballmagazin)
Die UEFA will Infantinos Wiederwahl verhindern und drängt auf seinen Rückzug – die europäischen Verbände sehen in einer vierten Amtszeit eine Gefahr für den Fußball.
Haltung von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, berichtet von der Sportredaktion der ARD
Infantino sieht in der Eskalation einen längst verworfenen Investorenplan als Auslöser – die UEFA habe daraus eine Kampagne gegen ihn konstruiert.
Darstellung von Gianni Infantino, übermittelt von ran (deutsches Sportportal)
Was die Wortmeldungen verbindet: Es geht längst nicht mehr um Sachfragen, sondern um Macht. Infantino sieht sich als Opfer einer Kampagne, die UEFA als Beschützer des Fußballs – dazwischen bleibt wenig Raum für Kompromisse.
Fazit
Die nächsten Wochen entscheiden, ob Infantino 2027 überhaupt antreten darf. Sollte die UEFA ihre Anzeige in der Schweiz einreichen und die regionalen Verbände tatsächlich ein Misstrauensvotum vorbereiten, hätte der Präsident nur noch zwei Optionen: den Rückzug antreten oder den Konflikt bis zum Kongress voll austragen. Für die UEFA ist die Wahl klar: Sie muss bis zur Nominierungsfrist einen Gegenkandidaten präsentieren, der Infantino schlagen kann – oder sie akzeptiert, was sie unbedingt verhindern will: eine vierte Amtszeit von Gianni Infantino.
sportschau.de, sportschau.de, sportschau.de, reuters.com, n-tv.de
Häufig gestellte Fragen
Wie oft wurde Infantino als FIFA-Präsident wiedergewählt?
Infantino wurde 2016 zum FIFA-Präsidenten gewählt (offizielle Mitteilung der FIFA). Für den Kongress 2027 strebt er eine vierte Amtszeit an – in seiner bisherigen Zeit wurde er also zweimal wiedergewählt (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
Was sind die Hauptvorwürfe der UEFA gegen Infantino?
Die UEFA will seine Wiederwahl verhindern, drängt auf seinen Rücktritt und hat laut Berichten eine Strafanzeige in der Schweiz vorbereitet (Bericht der Sportredaktion der ARD). Zudem diskutieren mehrere Regionalverbände laut Reuters über ein Misstrauensvotum gegen Infantino (Bericht der Nachrichtenagentur Reuters).
Wie reagiert Infantino auf die Vorwürfe?
Er beharrt auf seiner Kandidatur und wirft der UEFA Verleumdung vor (Bericht der Sportredaktion der ARD). Die Ursache des Konflikts sieht er in einem verworfenen Plan zum Verkauf von Turnieranteilen an private Investoren (Bericht des deutschen Sportportals ran).
Bis wann müssen Kandidaten nominiert sein?
Die Nominierungsfrist für die FIFA-Präsidentschaft endet am 18. November 2026 (Bericht des britischen Fußball-Nachrichtendiensts BBC Sport).
Wann und wo findet die nächste FIFA-Präsidentschaftswahl statt?
Der FIFA-Kongress zur Wahl des Präsidenten ist für den 18. März 2027 in Rabat, Marokko, angesetzt (Bericht des Nachrichtenportals ZDFheute).
Wie hoch ist das Gehalt des FIFA-Präsidenten?
Das Grundgehalt liegt bei rund 2,5 Millionen Schweizer Franken pro Jahr; Boni und Aufwandsentschädigungen kommen hinzu (Bericht der Nachrichtenagentur AP News).
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